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Press Release

10.07.2007


IDC erwartet kräftiges Wachstum im deutschen IT-Sevices Markt

Outsourcing und Systems Integration sorgen für deutliche Umsatzsteigerungen

Das Stimmungsbarometer des IT-Services-Marktes in Deutschland könnte kaum besser sein. Betrug das Gesamtvolumen des deutschen IT-Services-Marktes in 2006 noch rund 32 Mrd. US-Dollar, rechnet IDC für das aktuelle Jahr 2007 mit einem Wachstum von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Volumen von etwa 33,6 Mrd. US-Dollar. Eine weitere positive Entwicklung sagt IDC bis 2011 voraus. Hier gehen die Marktforscher mit einem noch höheren durchschnittlichen Jahreswachstum von fast sechs Prozent aus. Getrieben wird diese Entwicklung - wie schon in den Jahren zuvor - von den großen Segmenten IT-Outsourcing und Systems Integration.

IDC sieht in fast allen Bereichen des deutschen Marktes für IT-Services kurzfristig als auch bis Ende 2011 eine positive Entwicklung. Zu diesem Ergebnis führt die aktuelle IDC-Studie „Der Markt für IT-Services in Deutschland 2006-2011“.

Die beiden größten Bereiche Systems Integration (24 %) und Outsourcing (38 %) werden laut der IDC-Studie kontinuierlich und überdurchschnittlich bis 2011 wachsen – verglichen mit dem gesamten IT-Services Markt. Outsourcing findet eine immer größere Akzeptanz und die Unternehmen erkennen vermehrt die Chancen, die sich durch die Reduzierung der IT-Fertigungstiefe ergeben. "Hauptmotiv für das Auslagern von Geschäftstätigkeiten – die nicht zum Kerngeschäft gehören – bleiben Kosteneinsparungen, die sich kurzfristig vorweisen lassen. Der Zugang zu moderner und innovativer Technologie ist hierbei nur Mittel zum Zweck", sagt IDC Research Analyst Matthias Kraus.

Der drittgrößte Bereich Deploy und Support hingegen wird in diesem Jahr weniger als ein Prozent wachsen. Dabei verkleinert sich das Volumen des Sub-Segmentes Hardware sowohl 2007 als auch für den gesamten Betrachtungszeitraum bis 2011. "Der Preisverfall für Hardwareprodukte wirkt sich auch auf IT-Services aus, denn die Instandhaltungsdienstleistung kann unter Umständen teurer sein als das eigentliche Gerät. Zum anderen verschieben sich Umsätze, denn Installation und Wartung sind Bestandteil z.B. von umfassenden Outsourcing-Verträgen" , ergänzt Kraus.

Custom Application Development und Teilbereiche von Deploy und Support bilden die Ausnahme und schrumpfen im laufenden Jahr. Eine Hauptursache für die rückläufige Entwicklung des Segmentes Custom Application Development ist der anhaltende Trend, Individualsoftware durch Standard-Applikationen zu ersetzen. Zum anderen nutzen Unternehmen mit spezifischen Anforderungen an ihre Software zunehmend On- oder Offshore-Ressourcen für die Entwicklung - vor allem in Indien.

Dabei sind kürzere Vertragslaufzeiten und weniger Großprojekte zu beobachten. "Die Anwender-Unternehmen wählen lieber mehrere Lieferanten aus, die sich auf bestimmte Themen oder Branchen spezialisiert haben und dadurch größere Kosteneinsparungen möglich sind. Damit sinkt die Abhängigkeit von einem Generalunternehmen, jedoch erhöht sich gleichzeitig der Koordinationsaufwand für das Projekt- und Partnermanagement" , so Kraus.

Mit einem Anteil von 26 Prozent waren Industrie-Unternehmen 2006 der größte vertikale Markt innerhalb des deutschen Marktes für IT-Services. Insgesamt konnten die Anbieter von IT-Dienstleistungen in dieser Branche einen Umsatz von rund 8,5 Millionen US-Dollar erzielen. Es folgen die Banken und Versicherungen sowie die öffentliche Verwaltung, die trotz guter Geschäftsergebnisse und Steuereinnahmen weiterhin unter starkem Wettbewerbs- und Kostendruck stehen.

Unter den Top 10 der größten IT-Anbieter im deutschen Markt für IT-Services gibt es kaum Veränderungen. Marktführer bleibt T-Systems (2.945 Mio US-Dollar), dicht gefolgt von IBM und SIS (ehemals SBS) auf dem dritten Rang. Computacenter konnte mit Platz 10 wieder zu den größten Services-Unternehmen aufrücken. Die zehn größten IT-Dienstleister mussten 2006 einen Rückgang ihres kumulierten Anteils am Gesamtmarkt hinnehmen. Umgekehrt wuchsen kleinere und mittlere Anbieter überdurchschnittlich und konnten sich über die Hälfte des deutschen IT-Services-Kuchen sichern.

Der Wettbewerbsdruck bleibt dabei auch in 2007 für alle Anbieter immens hoch und veranlasst IT-Dienstleister verstärkt neue Märkte zu erschließen. "Gerade große IT-Services-Anbieter wollen das obere Ende des Mittelstandes als Neukunden gewinnen. Doch in diesem Segment gelten andere Regeln und die Anbieter beginnen – allen Marketingbotschaften zum Trotz – erst langsam, ihre Produkte und Dienstleistungen sowie Marketing und Vertriebsaktivitäten auf die besonderen Bedürfnisse dieser Zielgruppe auszurichten" , kommentiert Kraus.

Weiterführende Informationen sind in der aktuellen IDC-Studie "Der Markt für IT-Services in Deutschland, 2006-2011" erhältlich.

 

Bildhinweis: Die Biografie von Matthias Kraus finden Sie unter dem nachstehenden Link:

http://www.idc.com/germany/research/cv_kraus.jsp

 

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Edith M. Horton
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