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Press Release

27.03.2007

IDC analysiert den Einsatz von Enterprise Applications in der diskreten Fertigung bei mittelständischen Unternehmen in Deutschland

Die höchste Priorität bei der weiteren Entwicklung von Enterprise Applications in der diskreten Fertigung hat nach wie vor die funktionale Ergänzung vorhandener Enterprise Applications-Lösungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen IDC-Studie, bei der Mittelständler mit 100 bis 999 Mitarbeitern befragt wurden; fast alle Studienteilnehmer planen, bis 2009 die Funktionalitäten ihrer bestehenden Systeme auszubauen.

Wie eine neue Studie von IDC zum Thema „Enterprise Applications 2006/07“ ergab, haben etwa zwei Drittel der im November 2006 befragten Anwender aus Unternehmen der diskreten Fertigung im vergangenen Jahr ihre Enterprise Applications-Lösung funktional erweitert. Zwei Drittel waren mit Planungen für funktionale Ergänzungen für 2007 beschäftigt. Laut Frank Naujoks, Research Manager Software bei IDC in Frankfurt und Projekteiter der IDC-Studie Status Quo und Trends in der diskreten Fertigung, wollen fast alle der befragten Unternehmen bis 2009 die Funktionalitäten der bestehenden Lösung erweitern. Die Zahl der Nutzer soll in knapp der Hälfte der Anwenderunternehmen erhöht werden, ein gutes Viertel will die Betriebskosten reduzieren. Neue Lösungen sind dagegen nur in knapp 12 Prozent der befragten diskreten Fertigungsfirmen geplant.

„Kaum ein Unternehmen hat alle Komponenten einer Enterprise Applications-Lösung im Einsatz“, so Naujoks weiter. Das ist zum einen auf die sehr umfangreiche Funktionsvielfalt zurückzuführen, zum anderen auf die im Mittelstand – im Vergleich zu Großunternehmen – geringeren Budgets. Nur sehr selten werden deshalb die von den Softwareanbietern bereitgestellten allumfassenden Funktionalitäten tatsächlich komplett genutzt. Die Studie ergab außerdem, dass fast alle, nämlich 96 Prozent der befragten Unternehmen, Module einer Enterprise Resource Planning (ERP)-Software einsetzen; jeweils ein Drittel hat zusätzlich Module aus einer Customer Relationship Management (CRM)-Software implementiert, ein gutes Viertel nutzt auch Supply Chain Management (SCM)-Komponenten; beides dient der funktionalen Ergänzung der ERP-Lösung (Abbildung 1).

Einsatz von Enterprise Applications-Komponenten in der diskreten Fertigung im deutschen Mittelstand 2006:

Des Weiteren setzt die große Mehrheit der befragten mittelständischen Unternehmen auf unternehmensweite Enterprise Applications-Lösungen, vermeidet also Softwareinseln, die mühsam in die Unternehmensabläufe integriert werden müssten. Vor allem beim Thema CRM ist diese Durchgängigkeit mit 53 Prozent allerdings noch relativ gering ausgeprägt. Das heißt, dass es gerade in den kundenbezogenen Abteilungen Vertrieb, Marketing und Kundendienst häufig noch an integrierten Systemen mangelt (Abbildung 2). "Die Schaffung einer integrierten Lösung ist nach Angabe der Befragten die größte Herausforderung", berichtet Frank Naujoks.

 

Einsatz von Softwarelösungen nach Nutzergruppen in der diskreten Fertigung im deutschen Mittelstand 2006:

Die Bewertung möglicher Hemmfaktoren gibt Anlass zu einem gewissen Optimismus für die Anbieter im Umfeld von Enterprise Applications-Lösungen. Als größter Hemmfaktor wird nicht mangelndes Budget, sondern das Fehlen personeller Ressourcen genannt. Mehr als die Hälfte des Budgets geben die befragten diskreten Fertiger für Software inklusive Wartung aus; mehr als jeder vierte Euro fließt in Dienstleistungen, und knapp 20 Prozent werden für neue Hardware eingesetzt. Naujoks führt die relativ geringen Service-Umsätze darauf zurück, dass 30 Prozent der befragten Mittelständler bei Einführung der Applikationen auf die eigene IT-Abteilung setzen und bei Bedarf auf Freiberufler zurückgreifen.

 

Bildhinweis:

Die Biografie von Frank Naujoks finden Sie unter dem nachstehenden Link:

http://www.idc.com/germany/research/cv_naujoks.jsp


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