IDC analysiert den Einsatz von Enterprise Applications in der Prozessindustrie bei mittelständischen Unternehmen in Deutschland
Die aktuelle IDC-Studie lässt keinen Zweifel: Ganz oben auf der Agenda bei Unternehmen aus der prozessorientierten Fertigung steht 2007, wie auch schon im vergangenen Jahr, die funktionale Ergänzung vorhandener Enterprise Applications-Lösungen. Es wurden Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitern befragt, wobei nahezu drei Viertel der Anwender angaben, bis 2009 die Funktionalitäten ihrer bestehenden Systeme ausbauen zu wollen.
Gemäß einer neuen Studie von IDC zum Thema „Enterprise Applications 2006/07“ haben 68 Prozent der im November 2006 befragten Anwender aus Unternehmen der prozessorientierten Fertigung im vergangenen Jahr ihre Enterprise Applications-Lösung funktional erweitert. Ein Drittel war mit Planungen für funktionale Ergänzungen für 2007 beschäftigt. Frank Naujoks, Research Manager Software bei IDC in Frankfurt und Projekteiter der IDC-Studie Status Quo und Trends in der Prozessindustrie, gibt an, dass fast drei Viertel der Befragten planen, bis 2009 die Funktionalitäten der bestehenden Lösung zu erweitern. Die "Zahl der Nutzer" wollen 44 Prozent vergrößern und ein Drittel plant die Einführung einer neuen Lösung.
„Kaum ein Unternehmen hat alle Komponenten einer Enterprise Applications-Lösung im Einsatz“, kommentiert Naujoks. Dies liegt zum einen daran, dass die Funktionsvielfalt sehr umfangreich ist; andererseits verfügt der Mittelstand über geringere Budgets als Großunternehmen. Deshalb können die mittelständischen Unternehmen nur in den seltensten Fällen allumfassende Funktionalitäten einsetzen, die von den Softwareanbietern in einer Lösung zur Verfügung stehen. Die Studie ergab außerdem, dass 96 Prozent der befragten Unternehmen Module der Enterprise Resource Planning (ERP)-Software einsetzen; jeweils ein Drittel hat zusätzlich entweder Module aus einer Customer Relationship Management (CRM)- oder Supply Chain Management (SCM)-Software implementiert, um die ERP-Lösung funktional zu ergänzen (Abbildung 1).
Einsatz von Enterprise Applications-Komponenten in der Prozessindustrie im deutschen Mittelstand 2006:

Abbildung 1: Einsatz von Enterprise Applications-Komponenten lt. IDC-Studie: Enterprise Applications im deutschen Mittelstand 2006/07 „Status Quo und Trends in der Prozessfertigung“
Des Weiteren setzt die große Mehrheit der befragten mittelständischen Unternehmen auf unternehmensweite Enterprise Applications-Lösungen und vermeidet Softwareinseln, die mühsam in die Unternehmensabläufe integriert werden müssten. Beim Thema CRM allerdings ist die Durchgängigkeit immer noch am geringsten ausgeprägt. Gerade in den kundenbezogenen Abteilungen Vertrieb, Marketing und Kundendienst sind häufig nicht integrierte Systeme im Einsatz (Abbildung 2). "Hierzu geben die Befragten an, dass es für sie die größte Herausforderung darstellt, eine integrierte Lösung zu schaffen", berichtet Frank Naujoks.
Einsatz von Softwarelösungen nach Nutzergruppen in der Prozessindustrie im deutschen Mittelstand 2006:

Abbildung 2: Einsatz von Softwarelösungen nach Nutzergruppen lt. IDC-Studie: Enterprise Applications im deutschen Mittelstand 2006/07 „Status Quo und Trends in der Prozessfertigung“
Erfreulich aus Anbietersicht ist, dass die Anwender mangelndes Budget nur selten als Hemmfaktor anführen. Mehr als die Hälfte des Budgets geben mittelständische Unternehmen für Software inklusive Wartung aus; fast jeder dritte Euro wird für Dienstleistung eingesetzt und knapp 20 Prozent für neue Hardware. "Die Service-Umsätze sind relativ gering, erklären sich aber dadurch, dass 30 Prozent der befragten Mittelständler bei Einführung der Applikationen auf die eigene IT-Abteilung setzen - teilweise ergänzt um Freiberufler - und auf diese Weise externe Kosten sparen", erläutert Naujoks.
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Die Biografie von Frank Naujoks finden Sie unter dem nachstehenden Link:
http://www.idc.com/germany/research/cv_naujoks.jsp
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