| Allgemeine Informationen
Städte spielen eine entscheidende Rolle in der sozioökonomischen Entwicklung eines Landes. Sie sind unverzichtbare Treiber von wirtschaftlichem Wachstum, Innovationen, sozialem Fortschritt, Kultur und Wissen. Heute lebt bereits jeder zweite Mensch in einer Stadt; entsprechend dem United Nations Department of Economic and Social Affairs (DESA) wird der Anteil in Westeuropa auf 80% bis 2020 steigen. Diese Entwicklung stellt Städte vor neue Herausforderungen. Schon heute verbrauchen sie mehr als zwei Drittel der Welt-Energie, erzeugen ca. 70% der globalen CO2-Emissionen und verursachen eine verhältnismäßig größere Menge an Abfall als Bewohner in ländlichen Gebieten.
Städte sind daher gezwungen Strategien zu entwickeln, die diesen Entwicklungen Rechnung tragen. Deren Ziele sind vielfältig: Städte müssen auf die Auswirkungen des Bevölkerungsanstiegs in den Bereichen Mobilität, öffentliche Infrastruktur und Dienstleistungen reagieren, Bürger zu einer besseren Nutzung von Strom und Wasser anregen, den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren und die Effizienz interner Abläufe steigern.
Bereits in den 1990er Jahren entstand das Konzept der "Smart City", das sich mit der Entwicklung zu einer intelligenten und zukunftsorientierten Stadt auseinandersetzt. Standen zu Beginn die Themen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Verringerung von Emissionen im Vordergrund, wurde das Smart City-Konzept in jüngerer Vergangenheit eng mit der Rolle von Informations- und Kommunikationstechnologien verknüpft.
Die erfolgreiche Transformation einer Stadt zu einer Smart City hängt nicht nur von dem Engagement der öffentlichen Verwaltung, sondern auch von der Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft sowie von innovativen Lösungen privater Organisationen ab. Die Vielfalt an Themenbereichen, die mit der Entwicklung zu einer Smart City verbunden sind, zieht Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen an.
IDC verfolgt mit dem Smart Cities Benchmark das Ziel, sowohl die Zukunftsorientierung auf Seiten der öffentlichen Verwaltung zu untersuchen, als auch darzustellen, welche Lösungsansätze Unternehmen der Privatwirtschaft für die Stadt der Zukunft entwickelt haben. Der Benchmark kann als Ausgangspunkt dienen, die derzeitig bestehenden Entwicklungs- und Verwaltungsmodelle der Städte weiterzuentwickeln und so die Basis für eine nachhaltige, intelligente und sozial verträgliche Zukunft zu legen.
Das Konzept:
IDC hat den Smart Cities Benchmark Deutschland entwickelt, um die "Smartness" der größten Städte Deutschlands zu beurteilen. Die Bewertung wird in zwei Kategorien vorgenommen: "Smartness Dimensions" und "Enabling Forces"
Die sogenannten Smartness Dimensions bewerten Maßnahmen und Projekte einer Stadt in fünf Bereichen: Smart Government, Smart Buildings, Smart Mobility, Smart Energy & Environment und Smart Services. In diesen Feldern können Initiativen ausgearbeitet und gefördert werden, die zur "smarten" Entwicklung einer Stadt beitragen.
"Enabling Forces" stellen hingegen grundlegende Charakteristiken einer Stadt dar. Sie sind in den Kategorien People, Economy und ICT zusammengefasst. Diese drei Faktoren haben Einfluss auf die Transformation einer Stadt zu einer Smart City und können diese beschleunigen oder bremsen.
Ergebnisdarstellung:
Die Ergebnisse der Erhebung werden auf zwei Arten dargestellt: als Benchmark sowie in einer Matrix. Der Benchmark listet die "smartesten" Städte nach Rangfolge auf. Dies geschieht zum einen im Rahmen eines Gesamtbenchmarks, in den mit unterschiedlicher Gewichtung die Ergebnisse der Smartness Dimensions und Enabling Forces einfließen und an dessen erster Stelle die "smarteste" Stadt Deutschlands stehen wird. Darüber hinaus werden separate Rankings für die fünf Smartness Dimensions aufgestellt.
Die zweite Ergebnisdarstellung erfolgt in einer Matrix, auf deren Achsen ein Gesamtwert für "Smartness Dimensions" und "Enabling Forces" der jeweiligen Stadt abgetragen wird.
Potenzielle Teilnehmer des Projektes:
Das Projekt richtet sich an IT-Anbieter, Telekommunikationsunternehmen, Energieanbieter, Bauunternehmen und Unternehmen aus dem Umfeld des Smart City Konzepts, die im deutschen Markt tätig sind oder diesen erschließen wollen.
Methodik und Stichprobengröße:
Im Rahmen der Studie befragt IDC die 52 größten Städte Deutschlands (mehr als 150.000 Einwohner) anhand eines strukturierten Fragebogens.
Projektzeitraum:
Die Befragung beginnt Mitte/Ende Februar 2012.
Sehr gerne stellen wir Ihnen unser Projekt sowie den Nutzen für Ihr Unternehmen in einem persönlichen Gespräch vor. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! |